Review: As I Lay Dying – The Powerless Rise

| 15. 05. 2010 | Musik, Plattenteller

Zum Einstand werde ich mich einem musikalischen Thema widmen, auch um das hier behandelte Spektrum etwas zu erweitern. Im Folgenden nun ein Blick auf das neue Werk von As I Lay Dying.

Es trägt den Titel “The Powerless Rise” – eine Textzeile aus dem Song “Upside Down Kingdom”. Doch um eines gleich vorweg zu nehmen: Die fünf Jungs aus San Diego sind auf ihrer neuen Platte alles andere als kraftlos. Der Opener “Beyond Our Suffering” brettert sich gleich mit voller Wucht durch die Gehörgänge und gibt sofort die Richtung für das restliche Album vor. Positiv überraschend fallen dabei die tieferen Growls von Sänger Tim Lambesis auf, die dieser immer wieder einstreut und somit seinem Gesang und den Songs eine neue Ebene verleiht. In Kombination mit den bekannten (höheren) Shouts eine äußerst energiereiche Angelegenheit.

Songs wie “Without Conclusion”, “The Plague” oder auch der Nackenzerstörer “Condemned” hauen dem Hörer eine volle Breitseite wuchtiger Riffs, hämmernder Drums und intensiven Gesangs vor den Bug – verschnaufen ist hier nicht erlaubt.  Doch As I Lay Dying bleiben dem Metalcore-Genre auch auf “The Powerless Rise” treu und so finden sich neben den erwähnten Highspeed-Nummern auch wieder zahlreiche Stücke, die vor allem im Refrain mit melodiösen Linien und klarem Gesang aufwarten. Diesen übernimmt erneut Bassist Josh Gilbert und verleiht damit Tracks wie “Anodyne Sea” oder “Parallels” einen hohen Wiedererkennungswert.

Der Fokus liegt allerdings klar auf den brachial mitreißenden Parts, was “The Powerless Rise” zu einem absolut energiegeladenen Kracher werden lässt. Erwähnenswert sind darüberhinaus auch die sehr stimmig eingestreuten Gitarrensoli, die sich wunderbar ins Gefüge der einzelnen Songs einpassen. Überhaupt ist das Arrangement der Songs kaum besser hinzubekommen. Das Album büßt zu keiner Zeit an Intensität ein und die knapp 45 Minuten rauschen nur so an einem vorbei.

As I Lay Dying legen mit “The Powerless Rise” drei Jahre nach “An Ocean Between Us” ihre wohl stärkste Platte hin, die von Anfang bis Ende nicht nachlässt und keine Wünsche offen lässt. Auch über die Grenzen des Metalcore hinaus dürfte die Scheibe durchaus Beachtung finden und legt dabei die Messlatte für alles Zukünftige und Vergleichbare in eine schwindelerregende Höhe.

As I Lay Dying - The Powerless Rise Tracklisting:

1. Beyond Our Suffering
2. Anodyne Sea
3. Without Conclusion
4. Parallels
5. The Plague
6. Anger and Apathy
7. Condemned
8. Upside Down Kingdom
9. Vacancy
10. The Only Constant is Change
11. The Blinding of False Light

In diesem Sinne

Franz

  • http://intensedebate.com/people/interim Ern

    guter einstand würde ich sagen. du hast die platte zumindest so beschrieben, dass ich beinahe mal lust hätte, reinzuhören, auch wenns nich mein genre der wahl ist ;)

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