Archiv für September, 2010

The real auto-tune

// 17. 09. 2010 // Keine Kommentare » // Musik, Netzwelt

Musiker haben seit jeher ein- und dasselbe Problem. Wenn es an Inspiration fehlt, ist es um die musikalische Zukunft nicht so gut bestellt. Solche Schaffenspausen können dann schwer aufs Gemüt schlagen. Dass gerade die All-inclusive-Suchmaschine Wolfram dabei aushelfen soll, scheint nicht gerade naheliegend. Und dennoch ist es so. Denn mit WolframTones hat man sich auf die wissenschaftlichen Grundprinzipien der Musik berufen und bietet Musik aus der Retorte. Die so geschaffenen, etwa 30sekündigen Tracks können bei Bedarf auch heruntergeladen werden und  von da an z.B. als extravaganter Klingelton o.ä. eingesetzt werden. Lustig wird es aber erst, wenn man selber Hand anlegt, um Einfluss auf die beteiligten Instrumente, die Beats pro Minute, die verwendete Skala (Blues, Spanisch Phrygisch etc) und vieles weiteres zu nehmen. Jede Änderung macht sich dann sofort im Klangbild bemerkbar. Diese werde übrigens auch visuell in ansehnlichen Mini-Grafiken dargestellt. Zu dem im Text eingebauten Bild gehört übrigens diese Komposition. Wer also demnächst ein wenig Beschäftigung sucht, ist bei WolframTones genau an der richtigen Adresse.

Have fun, mfG Ern

Konzert: Darwin Deez + The Cads

// 08. 09. 2010 // 2 Kommentare » // Konzertbericht, Musik

Best. Concert. Ever. Dieses Statement gleich vorneweg. Wer dagewesen ist, wird mich sicherlich verstehen. Es ging ja schon bei der Location los. Das gute alte Lido nahe der Warschauer, was ja ohnehin schon jeden Freitag zwecks Rockbar frequentiert wird. Nicht so groß wie das Astra, das heißt es ist gleich ein bisschen familiärer. Familiär war auch der Empfang. Nachdem ich mich vor dem Fanartikelstand erstma niedergleassen hatte, brauchte ich eine gewisse Zeit, um zu raffen, dass tatsächlich Darwin Deez persönlich als einfache Verkaufskraft Tees und CDs verkaufte. Spätestens als die ersten wegen Erinnerungsfotos ankamen, hätte ich es wohl eh gemerkt. So eine Fannähe gibt selbstverständlich Pluspunkte. Los gings dann mit den Cads als Vorband. Und so eine Vorband hat es bekanntlich nicht leicht. Die meisten Leute kommen natürlich wegen dem Headliner, da muss man sich erstmal Respekt erarbeiten bzw. erspielen. Und das hatten die Jungs auf jeden Fall drauf. Vor einem inzwischen komplett gefüllten Saal spielten sie eingängige Stücke, wie sie aus einer Kreuzung der Foals und des Two Door Cinema Club hervorgegangen werden. Ich stelle hier mal wieder fest, wie sehr ich Rhythmuswechsel doch liebe. Eigentlich wollt ich mir hinterher noch die CD holen, aber bei dem Gedränge war da nix zu holen. Ich werd auf jeden Fall Ausschau halten. Zurück zum Thema Fannähe: Bei den letzten Songs der Cads stand Darwin (diesmal mit freaky Brille) wieder nur ein paar Meter neben mir und hat eigentlich am lautesten applaudiert, während sich die Augen aller in seinem Umkreis mittlerweile auf ihn gerichtet hatten. Cooler Typ.

Und es wurde noch besser. Nach dem üblichen Umbau, in dem ich meine Position merklich verbessern konnte und somit über die gesamte Meute gucken konnte, stürmten die vier Protagonisten des Abends die Bühne. Und ab hier unterscheidet es sich von jedem Konzert was mir bisher über den Weg gelaufen ist. Denn zu Beginn und zwischen den eigentlichen Songs gab es eine Tanzeinlage von allen vieren. Gratis dazu, was will man mehr. Den Tanzstil kann man dem Video von “Radar Detector” entnehmen. Seine Mitstreiter haben sich dabei übrigens auch gut geschlagen. Die Gitarristen haben mich dabei zum Einen an die lesbische Robin aus HIMYM und zum Anderen an Jared Leto von 30 Seconds To Mars erinnert, verrückt… Ebenfalls lobenswert war der Mut, die Songs auch mal abzuwandeln, aber Darwin traue ich es sowieso nicht zu, dass er einen Song zweimal gleich spielt/singt. Einzig komisch war nur das Semi-Playback. Hab die ganze Zeit versucht, heraus zu finden, wer welchen Part spielt. Nun gut, das ist ja nun wirklich kein Kritikpunkt. Es wurden übrigens eigentlich alle Songs gespielt, nur bei “Lights On” bin ich mir nicht so sicher. Soweit ich mich erinnern kann, wurden auch zwei zumindest mir unbekannte Songs gespielt, davon ein ruhiger namens Special als Abschlusssong. Das Publikum war übrigens gut dabei. Bei “Radar Detector” hat mich das natürlich gewundert, aber das auch alle anderen bei “Bad Day” so lauthals mitgesungen haben, hat mich amüsiert. Ist halt doch der geheime Lieblingstrack des Albums. Kräftig mitgeklatscht wurde auch, allerdings nicht sehr ausdauernd. Wir wurden übrigens auch in eine Intermezzo-Choreografie eingebunden, frei nach dem Motto: Jetzt die Fäuste zum Himmel!

Von der guten Laune kann ich jetzt die nächsten Tage noch zehren. Und Herr Deez wandert definitiv auf meine Watchlist, is ja wohl mal klar. Allen, die es warum auch immer verpasst haben, kann ich das auch nur wärmstens empfehlen.

In diesem Sinne, Cheers

MfG Ern

PS: Als Nachtrag noch was in eigener Sache: Ich suche quasi jemanden aus dem Publikum. Sie hatte lange, blonde Haare (eine Strähne raushängen, den Rest hinterm Ohr) und stand mit ihren Mädels auf ner Erhöhung rechts vorne an der Bühne. Darüber hinaus hatte sie ein weißes Shirt an, was so ein bisschen über die linke Schulter hing. Ich hab sie leider gegen Ende des Konzerts aus den Augen verloren. Bin für jeden Hinweis dankbar.

Glaub’ schon

// 07. 09. 2010 // 1 Kommentar » // Gesellschaft, Religion

Jaja, die Religion als leidiges Thema und dennoch habe ich es immer geschafft, es mal wieder anzuschneiden. Bin aber letztens auf eine Anime-Serie mit dem Namen Full Metal Alchemist gestoßen, die den Zwiespalt in der Gesellschaft thematisiert hat. Das hat mich dann wieder in meiner Überzeugung bestätigt. Glücklicherweise hat man es als Atheist in der Moderne nicht so schwer wie vielleicht noch vor einigen Hundert Jahren. Wie meine Freundin Wikipedia mir offenbart hat, geht allein die Herkunft des Wortes Religion auf interessante Verben zurück. Es gibt die 2 Varianten: religere = immer wieder lesen; oder religare = zurückbinden. Zumindest bezogen auf die Kirche könnte man keine passenderen Definitionen finden. Denn worauf fußt die Religion (im Weiteren auf das Christentum bezogen)? Auf einem lose zusammen geschriebenen Fantasy-Wälzer, der sich unverdient seit Jahren auf dem ersten Verkaufsrang hält. Verschwendetes Papier! Es mögen ja Lebensweisheiten in diesem Buch stecken, aber die finde ich z.B. auch zuhaufe in einem Descartes, Sartre und wie sie nicht alle heißen. Oh, und das “Zurückbinden” scheint wie perfekt zur Inquisition zu passen. Ich empfehle da den Genuss des Films “Goyas Geister”, in dem “die Frage” als damals gängige Foltermethode von Verdächtigen praktiziert wurde. Sicherlich nicht der einzige historische Fehltritt. Auch wenn ich an Geschichte wahrlich nie interessiert war, so sind mir doch die Kreuzzüge und Glaubenskriege, die die Menschheit seit ihrer Wiege begleiten, immer im Gedächtnis verblieben. Ironie des Schicksals ist es da, dass die Akzeptanz der Religion in der Gesellschaft einem Teufelskreis entstammt. Denn Menschen wenden sich der Religion besonders in Zeiten der Not zu. Diese Zuwendung wird ausgenutzt, um Kriege gegen “Ungläubige” anzuzetteln, die meist zu noch größerem Leid führt. Als Rechtfertigung dient der Wille einer Person, die nie jemand bei klarem Verstand zu Gesicht/Gehör bekommen hat. So ist man doch fein raus. Wer will einen da schließlich noch belangen?

Wie sagte Descartes so schön: “Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen”. Diesem Aufruf sind mittlerweile zum Glück viele gefolgt und parallel zum Siegeszug der Wissenschaft leidet die Kirche an einem historischen Image-Tief. Das ist dann wohl Gottes Wille. Aber wie es sich für die konservativen Herren gehört, negieren sie weiterhin alles Neue und halten an ihren Methoden fest. Ein kleines Beispiel: Darwin hat sehr richtig festgestellt, dass auch der Mensch nur ein Glied in der Kette der Evolution ist. Wie allen anderen Lebewesen liegt der Sinn unseres Lebens also auch in der Fortpflanzung. Das Zölibat wäre in freier Wildbahn also spätestens in einer Generation durch natürlich Selektion abgeschafft worden. Anderes Beispiel: In Zeiten einer steigenden Weltbevölkerung will uns der Vatikan weißmachen, Verhütung sei schlecht und zerstört damit vielleicht jahrelange Aufklärungsarbeit ehrenamtlicher Helfer in Entwicklungsländern. Und so lasse ich mir nicht von jemandem etwas über den Menschen erzählen, der die Natur desselbigen nicht anerkennt.

So, von Zeit zu Zeit muss ich mir da einfach Luft machen. Das soll jetzt übrigens nicht als allgemeine Ablehnung aller religiös geprägten Leute und Christen im Speziellen gesehen werden. Schließlich leben wir in einem demokratischen Land und jeder ist frei in seinen Entscheidungen und das erkenne ich an, aber es ist ein Weg, den ich nie gehen würde oder kann.

Over and out. MfG Ern

…noch mehr Musik

// 01. 09. 2010 // 1 Kommentar » // Musik, Plattenteller

8 Monate sind nun im Jahr 2010 so gut wie gelaufen. Zeit für mich, auch mal auf einige Alben hinzuweisen, die dieses Jahr bereits erschienen sind. Außerdem seh ich es als meine Pflicht an, der Indie-Inflation auch mal ein wenig Härte entgegen zu halten.

The Acacia Strain – Wormwood

The Acacia Strain - WormwoodAnfangen möchte ich mit dem 5. Studioalbum der 4 Mannen aus Masssachusetts. “Wormwood” ist vermutlich das agressivste Album des Jahres. Sänger Vincent Bennett zeigt eindrucksvoll wie angepisst er eigentlich von allem und jedem ist. Das Werk als brutal zu bezeichnen ist vermutlich untertrieben, allerdings gehen einem irgendwann die Adjektive in dieser Richtung aus. Festzuhalten bleibt: “Wormwood” ist eine Herausforderung für den Hörer, vor allem wenn es darum geht, das Ganze in einem Rutsch durchzuhören. Musikalisch geht die Post ab, dennoch hätte ich mir ein etwas durchdachteres Songwriting gewünscht. Trotzdem: Wer also mal so richtig Frust ablassen will, sollte sich “Wormwood” als Soundtrack besorgen (aber dennoch aufpassen, dass sonst niemand zu schaden kommt).

The Browning – The Browning

The Browning - The BrowningDas Debutalbum von The Browning ist sicherlich eine der bemerkenswertesten Neuerscheinungen dieses Jahr. Um heutzutage als Newcomer aus der Masse von Bands herauszustechen braucht es Originalität und den Mut Dinge miteinander zu kombinieren, die eben nicht unter das Label “schon 1000mal gehört” fallen. Das gelingt der um den ehemaligen As Blood Runs Black Shouter Jonny McBee geformten Kombo allerdings außerordentlich gut. Metal mit Elektro zu kreuzen ist zwar keine absolut neue Idee, es jedoch entsprechend umzusetzen ein ganz anderes Kapitel. Und hier trifft The Browning auf Anhieb ins Schwarze. Die wummernden Elektro-Beats verschmelzen hervorragend mit den harten Gitarrenriffs, die Intensität lässt zu keinem Zeitpunkt nach. Wer genug hat von Nintendocore und Konsorten, aber wissen möchte wie man zwei so unterschiedliche Genres zusammenbringt, der sollte hier unbedingt zuschlagen.

Called To Arms – Peril and The Patient

Called To Arms - Peril and The PatientUnd gleich noch ein Überraschungs-Hit. Das neue Album von Called To Arms verdient sich diese Bezeichnung durchaus zurecht. Auch die 5 Jungs aus New Jersey beweisen, dass sie das gewisse Extra besitzen, das in Musikerkreisen so heiß begehrt ist: Originalität. Dieses Album in irgendeine Schublade zu pressen funktioniert genausowenig, wie Moshen bei Indiekonzerten. Called To Arms gelingt es den Hörer immer wieder zu überraschen. Glaubt man einmal das Songschema erkannt zu haben, folgt prompt einer der zahlreichen gelungenen Rhythmuswechsel oder eines der herausragenden Gitarrensolos, die sich immer mal wieder zwischen die knallharten Riffs mischen, so stellt man sich gelungenes Songwriting vor. Energiegeladen, musikalisch exzellent, kurz: auf jeden Fall hörenswert.

Corpus Christi – A Feast For Crows

Corpus Christi - A Feast For CrowsCincinnati, Ohio wird nicht nur “Königin des Westens” genannt, die Stadt ist auch Heimat der Metalcore-Recken von Corpus Christi. Und diese zeigen mit ihrem zweiten Album “A Feast For Crows”  wie gutes Songwriting auszusehen hat. Der Großteil der Tracks überzeugt durch den gelungenen Mix von harten Riffs und äußerst eingängigen Melodielinien. Auch der für das Genre typische Wechsel von Shouts und klarem Gesang kommt nicht zu kurz, wobei die gesungenen Vocals von Gitarrist Jarrod Christman durchaus gewöhnungsbedürftig sind und etwas an Kraft vermissen lassen. Die Texte sind entgegen der Erwartung keine christlichen Predigten, sondern überzeugen durch gesellschaftskritische sowie persönliche Thematiken. Ein starkes Album, das mit seinen energiegeladenen Songs absolut empfehlenswert ist.

Impending Doom – There Will Be Violence

Impending Doom - There Will Be ViolenceBands, die sich dem Deathcore zurechnen, wandern auf einem schmalen Grad. Entweder man schafft den Balanceakt und driftet weder zu sehr Richtung Death Metal noch zum Metalcore oder man stürzt in den Abgrund an dessen Ende ein großer Haufen gescheiterter Gruppen warten. Glücklicherweise gelingt Impending Doom mit ihrem dritten Album die Überquerung dieses Schlunds. “There Will Be Violence” zeichnet sich durch die nötige Brutalität aus, ohne dabei zu stark Richtung The Acacia Strain abzudriften (siehe oben). Die Zusammenarbeit mit Lambesis Studios kommt der Band dabei sehr entgegen. Besonders die Vocals von Sänger Brook Reeves erinnern an den Frontmann von As I Lay Dying, was aber in jeglicher Hinsicht positiv zu bewerten ist. Fans der härteren Gangart sollten der Scheibe unbedingt eine Chance geben.

My Epic – Yet

My Epic -YetHin und wieder gibt es ein Album, das irgendwie aus dem Raster fällt. My Epic beweisen mit “Yet”, dass Härte allein eben nicht immer ausreicht. Das Trio aus Charlotte schafft ein unglaublich atmosphärisches Hörerlebnis, das in den überwiegend ruhigen Passagen seine Stärke hat. Getragen von der sanften Stimme des Leadsängers Aaron erscheinen die ungemein starken Texte als wären sie direkt mit der Musik verwoben – sicherlich ein Punkt, den jede Band versucht umzusetzen, aber My Epic gelingt dies in ganz besonderem Maße. Die 10 Songs auf dem Album versetzen den Hörer in eine Art musikalischen Schwebezustand, den man besten in voller Länge genießt. Mit nur einem Track unter 4 Minuten sollte dieser auch eine gewisse Zeit dauern. My Epic überzeugen auf “Yet” durch wohl überlegtes Songwriting; jeder, der ruhigeren Klängen nicht abgeneigt ist, sollte dem Album den ein oder anderen Durchlauf gönnen.

Parkway Drive – Deep Blue

Parkway Drive - Deep BlueGut, dass Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Denn sonst würde es keine Alben geben, die ein dermaßen großes Polarisierungspotential haben wie Parkway Drives aktuelles Werk mit den Namen “Deep Blue”. Die australischen Metalcore-Recken legen  ihr mittlerweile drittes Album vor, das den Sound der Vorgänger konsequent weiterführt, möglicherweise nicht zu jedermanns Zufriedenheit. Da ich zu denjenigen gehöre, die Weiterentwicklungen gegenüber nicht abgeneigt sind, kann ich nicht viel Schlechtes über “Deep Blue” sagen. Die Songs sind kraftvoll, energiegeladen und grooven teilweise extrem. Dazu kommt Sänger Winston McCalls prägnante Stimme, die Parkway Drive ein großes Stück Einzigartigkeit verleiht. Ewige “früher war alles besser”-Nörgler sollten hier die Finger weg lassen, alle anderen: zuschlagen!

Whitechapel – A New Era of Corruption

Whitechapel - A New Era of CorruptionSo, eins hätte ich dann noch aus der Deathcore-Ecke. Und, um es vorweg zu nehmen: Bei Whitechapels “A New Era of Corruption” handelt es sich nicht nur um das beste Album der Band, sondern auch um das eindrucksvollste Werk aus diesem Genre, das ich seit langem gehört habe. Dem Sechser aus Knoxville, Tennessee gelingt Song um Song die (neue?) Definition von Deathcore: brutal, laut, rau mit einschüchternden Vocals und eben ohne Songparts, die nicht ins Bild zu passen scheinen (eine Schwäche, mit der viele andere Bands des Genres zu kämpfen haben). Auch dass die Band dieses Mal mehr Death Metal als “Core” einfließen lässt, tut der Platte hörbar gut. Ein Album, das von Anfang bis Ende nicht nachlässt und zeigt, was gutes Songwriting ausmacht. Wo andere Künstler versuchen durch Härte mindergutes Songwriting zu kaschieren, verschmelzen auf “A New Era of Corruption” diese beiden Bestandteile zu einem einzigartigen Hörerlebnis.

Within The Ruins – Invade

Within The Ruins - Invade“Holy Shit!” So ungefähr hörte sich meine Reaktion (in abgekürzter Form) an, als ich das erste Mal Within The Ruins neuestes Werk mit dem Titel “Invade” hörte. Es ist durchaus angebracht an dieser Stelle mal wieder das alte Bild des rostigen Güterzugs anzuführen, der einen gerade mit Höchstgeschwindigkeit das Gesicht poliert hat. Die Brutalität der Songs und die gleichzeitige technische Finesse mit der die 5 Herren aus Massachusetts da zu Werke gehen ist schon beinahe unerhört gut. Jeder Song lässt aufs Neue erkennen, welche Power in dieser explosiven Mischung steckt, die inem da ständig die Gehörgänge durchpustet. Atempausen? Fehlanzeige! “Invade” ist von Anfang bis Ende ein unglaubliches Erlebnis, vor allem für Freunde des technischen betonten Metals. Und obwohl man am Ende komplett geplättet neben den Gleisen liegt, hofft man insgeheim schon auf den nächsten Zug.

Wer sich jetzt eventuell wundert, wo denn As I Lay Dying und Heaven Shall Burn in dieser Auflistung abgeblieben sind – diese Alben habe ich bereits ausführlich besprochen:

As I Lay Dying – The Powerless Rise

Heaven Shall Burn – Invictus (Iconoclast III)

In diesem Sinne