Archiv für Mai, 2011

2011: Round Three

// 18. 05. 2011 // Keine Kommentare » // Musik, Plattenteller

Nach wieder einmal einigen Wochen Blog-Abstinenz, die Konzertberichte mal ausgenommen, ist es wieder an der Zeit, lobende Worte für erlesene Neuveröffentlichungen der letzten/kommenden Zeit zu verlieren. Diesmal sind auch einige Größen in der Musik dabei, die es sicherlich nicht einfach haben, in Zukunft ihrem Hype gerecht zu werden. Aber lest selbst.

Phoenix & Lil Wayne | Phoenix & Lil Wayne

Beginnen wir doch zunächst ganz unkonventionell. Für sich genommen ist weder der Titel “1901″ von Phoenix noch “Stuntin’ Like My Daddy” von Lil Wayne eine Neuveröffentlichung. Und was hat Lil Wayne überhaupt in diesem Blog zu suchen? Tja, wie es aussieht, sind beide Interpreten jüngst auf den scheinbar so lukrativen Kollaborations-Zug aufgesprungen. Das Ergebnis ist eine 5-Track-EP, die sich mit namhaften Collabs wie Jay-Z/Linkin Park oder Blackroc messen kann. Für mich übrigens nach wie vor der einzig erträgliche Zugang zu Hip-Hop/Rap, den Herrn Dendemüller selbstverständlich mal ausgenommen.

Anspieltipp: “Officer Lasso”

Chikinki | Bitten

Eine englischsprachige Band bringt eine Platte mit dem Titel “Bitten” heraus, auf deren Cover eine zähnefletschtschende Großkatze zu sehen ist. Da denkt man doch, die Botschaft verstanden zu haben. Aber die Doppeldeutigkeit ergibt sich erst im Kontext. Chikinki, wie die Kombo aus Bristol sich nennt, sind nämlich auch Freunde der Berliner Partykultur und sahen sich somit auch der deutschen Sprache konfrontiert, die die zweite Deutungsebene des Albumtitels erklärt und hier und da in Songs durchblitzt. Die Vielschichtigkeit setzt sich dann auch musikalisch in den Titeln fort. Über eher elektro- und drumlastigere Titel wie “Bitte Bitte” hin zu entspannten Beinahe-Balladen wie “Deadhead”. Wobei ihnen die elektrolastigeren Titel wesentlich besser zu Gesicht stehen. Jedenfalls kein Vergleich mehr zu dem Mainstream-Einerlei-Ohrwurm “You Said” aus dem Jahre 2007.

Anspieltipps: “Bitte Bitte”, “Catch Up”

Art Brut | Brilliant! Tragic!

It’s Eddie Argos, Baby! Ja, richtig. Der smarte Art Brut-Frontmann mit dem unverwechselbaren Sprechgesang ist mit dem neuen Album “Brilliant! Tragic!”  zurück. Dabei teilt keine Band die Lager so klar auf wie Art Brut. Die einen vergöttern sie, während die anderen nie einen Zugang finden. Ich für meine Teil zähle mich zu ersteren und bin deshalb auch wieder einmal restlos begeistert. Und da ist es auch egal, dass sich die Band eigentlich musikalisch seit ihrem Debüt nicht großartig weiter entwickelt hat. Das will man im Grunde auch gar nicht. Denn wenn Eddie eins kann, dann ist es Texte schreiben. Woher der sonst so schüchterne Prince Charming seinen verrückten Ideen nimmt, wird mir aber weiterhin ein Rätsel bleiben. Schmunzelfaktor: 10/10

Anspieltipps: “Clever Clever Jazz”, “Sealand”

DeWolff | Orchards/Lupine

Da wären die Tulpen, der Käse, die Clogs und allem voran die wässrigen Tomaten. Alle diese Sachen haben eins gemein: Sie sind niederländische Exportschlager. Und so sehr man die folgende Aussage nach den niederländischen Beiträgen zum Eurovision Song Contest auch abstreiten möchte – Die Niederlande haben auch vorzügliche Musiker in ihren Reihen. In diese Kategorie fallen auch DeWolff, ein Trio mit Rückbesinnung auf den Rock, so wie er damals in den 60ern und 70ern noch praktiziert wurde. Mit eine Prise Blues gewürzt, dem ein oder anderen Gitarrensolo parat und der entstaubten Hammond-Orgel am Start durften die Niederländer auch schon internationale Größen wie die Black Keys unterstützen. “Orchards/Lupine” ist bereits ihr zweites Album und führt den Sound des Debüts “Strange Fruits and Undiscovered Plants” konsequent fort.

Anspieltipps: “Everything Everywhere”, “Pick Your Bones Out Of The Water”

tUnE-yArDs | W H O K I L L

Es wird sie immer geben, die experimentellen Platten, zu denen manche einfach keinen Zugang finden. Und dabei muss es nich immer um die aufstrebenden Genies aus dem Electro-Bereich wie z.B James Blake gehn. Auch im Folk trifft man Paradiesvögel mit ganz eigenem Verständnis für Musik an. Dazu zählt auch Merrill Garbus mit ihrem One-Woman-Projekt tUnE-yArDs. Zugegeben, bei der infantilen Schreibweise vermutet wohl keiner, dass die gute Dame bereits die 30 überschritten hat. Und sie scheint auch gedanklich jung geblieben zu sein. Anders ist die wilde Genre- und Instrumenten-Mischung in den auf “W H O K I L L” vertretenen Songs nicht zu erklären. Hier ein bisschen Afrobeat mit Jungle-Feeling, andernorts schon wieder ein bisschen mehr R&B, Hip-Hop oder auch mal Electro. Und darüber kraftvolle Melodielinien, eingängige Beats, Saxophone und die kapriziöse Stimme von Merrill. Und die überzeugt wahrlich nicht nur in den ekstatischen Songs, wie sie in dem ruhig gehaltenen “Wolly Wolly Gong” beweist.

Anspieltipps: “My Country”, “Wolly Wolly Gong”, “Killa”

Francesco Wilking | Die Zukunft Liegt Im Schlaf

“Support your local artist!”, hört man es immer aus dem Radiosender der Region schallen. Aber wie soll man das denn tun, wenn man die wahren Talente meist erst durch eigene langwierige Recherche aufstöbert. Aber wenn es um deutsche Singer-Songwriter geht, wird einem die Arbeit ja glücklicherweise durch die Sendung TV Noir (oder nennen wir es Institution) abgenommen. Charmant führt Moderator und selber fleißiger und in der Szene geschätzter Liedermacher Tex durch die Show, in der pro Monat immer wieder neue (inter)nationale Talente ihre Lieder zum besten geben. So bin ich auch zu Francesco Wilking gekommen. Der Tele-Sänger veröffentlicht mit “Die Zukunft Liegt im Schlaf” sein Solo-Debüt und wirkt dabei mit seinen gemütlichen Alltags-Liedern und der tief auf der Nase sitzenden Brille auf Anhieb sympathisch. Die Texte tun dann ihr Übriges dazu. So muss es z.B. nicht immer um den lieben Herzschmerz gehen. Man kann doch auch mal den Arbeitstag eines Ministern beleuchten (“Minister”), der bei weitem nicht so glücklich in seinem Job ist, wie man es von ihm vermutet.

Anspieltipps: “Sag Sarah”, “Leben Ist Liebe”

Nicolas Jaar | Space Is Only Noise

Eben schon mal angesprochen, kommen wir nun zu einem dieser erwähnten jungen Genies der elektronischen Musikszene. Gerade mal 21 Jahre alt, bringt Nicolas Jaar, wie der gebürtige New Yorker heißt bereits sein Debüt “Space Is Only Noise” heraus. Als Produzent hat er sich in New York schon einen Namen gemacht – mit 21 Jahren wohlgemerkt. Wie auch der musikalisch sehr ähnlichen Platte von Kollege James Blake kam auch seiner Scheibe sehr Aufmerksamkeit von Seiten der Kritiker zu. Und eine 8,4 (Best New Music) auf Pitchfork bekommt man auch nicht im Vorbeigehn. Was also macht seine Musik aus. Zum Einen die stets konspirativ anmutende und über weite Strecken sonore Stimme des New Yorkers. Dann natürlich auch die Zweisprachigkeit, Englisch/Französisch, die sich sowohl in den Songs, als auch in den Titelnamen manifestiert. So heißt das geteilte Intro/Outro kurz und vielsagend “Être”. Beinahe wie bei Shakespeare. Zu guter letzt sind da die raffinierten Songstrukturen. Wie z.B. bei “Variations”, das sich langsam aufbaut und dann über 3 Minuten repetitiv und beinahe psychedelisch vor sich hin schaukelt.

Anspieltipps: “Space Is Only Noise”, “I Got A Woman”

Metronomy | The English Riviera

Und wieder eine Band, die ich auf meiner “Must See Live”-Liste vor kurzem abhaken konnte. Auch wenn das Konzert von Metronomy letztens im Lido nicht ganz reibungslos vonstatten ging (ich berichtete), so hat es sich doch alle mal gelohnt. Das Zweitwerk “Nights Out”, dass noch in der ursprünglichen Drei-Mann-Besetzung eingespielt wurde, habe ich seit seinem Release immer wieder rauf und runter hören können, ohne genug davon zu haben. Wer eine quietschende Tür als rhythmusgebendes Geräusch sinnvoll in einen Song einbauen kann (“Heartbreaker”), verdient einfach meinen Respekt. Umso gespannter war ich auf das neue Album “The English Riviera”. Zugegeben, würde man ein Album nach dem Cover bewerten, wäre es ein glatter Reinfall gewesen. Aber wir beurteilen ja zum Glück nach den inneren Werten, also der Musik. Und die ist auf dem Drittling wesentlich ruhiger als noch auf dem Vorgänger, was vielleicht auf das mittlerweile vierköpfige Lineup zurückzuführen ist. Ab und zu kommt das alte Metronomy-Feeling noch auf und dann ist auch der sonst so kritische Musikliebhaber begeistert.

Anspieltipps: “The Bay”, “The Look”

The Pigeon Detectives | Up, Guards And At ‘Em!

Einst von MotorFM zur Band der Stunde gekürt, ist das britische Quintett der Taubendetektive doch wieder in Vergessenheit geraten. Warum eigentlich? Denn mit “Up, Guards And At ‘Em” beweisen sie wieder einmal aufs Neue, dass sie noch das Zeug haben, rockige Ohrwurmkandidaten zu produzieren. Ich erinnere mich noch gut an die Heavy Rotation, die “This Is An Emergency” vor 3 Jahren bei mir durchlaufen hat. Nun also sind sie mit dem mittlerweile dritten Album am Start. Viele werfen ihnen vor, ihr Sound hat sich seit der Bandgründung kaum verändert, verglichen mit musikalischen Landsleuten wie den Arctic Monkeys o.ä. Nun sehe ich darin persönlich keinen Kritikpunkt, immerhin hat mir ja schon das Debüt zugesagt. Und so lahm, wie die Musik der Monkeys mittlerweile ist, brauchen sich die Detectives diese Vorwürfe auch nicht unbedingt zu Herzen zu nehmen. Denn die Platte wartet mit einem guten Song nach dem anderen auf. Ob die Single “Done In Secret” oder der Opener “She Wants Me”. Der charmante British Accent von Sänger Matt gibt den Songs dann noch das gewisse Unverwechselbare.

Anspieltipps: “She Wants Me”, “Lost”

Mazes | A Thousand Heys

Zurück zum Folk. Genauer gesagt zu ein wenig folkigem Rock frisch aus der Garage. So praktiziert von dem Londoner Quartett Mazes auf ihrem Erstling “A Thousand Heys”. Ihre Musik mutet ein wenig retro an und weiß durch mitreißende Refrains und die gelungene Kombination von Stimme und Melodie zu überzeugen. Dabei haben es die Jungs nicht gerade leicht, denn mit ihrem Sound stehen sie, ob sie es wollen oder nicht, im Vergleich mit den so erfolgreichen Youngstern von Yuck. Und diesen Vergleich können sie beim besten Willen nicht bestehen. Aber das alleine ist ja wohl kein Grund eine Platte gleich wieder ad acta zu legen. Es lebe die Individualität! Und ganz davon abgesehen ist kein Song der letzten Zeit für mich so catchy wie “Most Days”.

Anspieltipps: “No Way”, “Most Days”

TV On The Radio | Nine Types Of Light

Und wieder alte Bekannte, die der Musik noch nicht überdrüssig geworden sind. Aus dem kulturellen Schmelztiegel New York liefern TV On The Radio mit “Nine Types Of Light” ihr mittlerweile fünftes Studioalbum ab. Und manövrieren sich damit endgültig in Pop-Gewässer. Aber der Weg war weit. Wo sich bei “Desperate Youth, Blood Thirsty Babes” 2004 noch die Geister schieden, während ich mich über Titel wie “Staring At The Sun” oder “Poppy” freute, da kam zunächst mit “Return To Cookie Mountain” (2006) der Einstieg in die Clubplaylisten (“Playhouses”). Mit dem 2008 erschienen “Dear Science” rückte man der Popularität mit der Singleauskopplung “Golden Age” wieder ein wenig näher. Und nun, mit “Nine Types Of Light” hat man sich eine breite Fanbase geschaffen. Das ist wahrscheinlich auf die nicht mehr ganz so chaotisch wirkenden Songstrukturen zurückzuführen, wie schon die erste Single “Will Do” unter Beweis stellt.

Anspieltipps: “Second Song”, “New Cannonball Song”, “Caffeinated Consciousness”

Fleet Foxes | Helplessness Blues

Immer diese Crux mit dem zweiten Album. Viele zerbrechen an dem Hype um ihr Erstwerk und verschwinden dann mit dem Follow-Up in der Versenkung. Deshalb war ich mit meinen Erwartungen an den zweiten Longplayer der Fleet Foxes, der da auf den Namen “Helplessness Blues” hört, sehr vorsichtig. Aber eben das Konzept, was auch schon das selbstbetitelte Debüt so erfolgreich gemacht hat, funktioniert auch hier wieder prächtig. Dazu nehme man lediglich die Stimme von Robin Pecknold, lasse sie durch den Raum schallen und füge hier und da ein wenig A Capella-Begleitung seiner Bandkollegen hinzu. Außer einigen Akustikgitarren und Schellenringen braucht es an Instrumentarium gar nicht viel mehr. Und trotz dieses Minimalismus schaffen es die Songs jedes Mal aufs Neue, den Hörer für den Moment in eine andere Welt zu entführen und die Probleme des Alltags zu vergessen. Dafür wird Musik gemacht.

Anspieltipps: “Montezuma”, “The Plains / Bitter Dancer”

Damit geht diese Runde hörenswerter Empfehlungen auch schon wieder ihrem Ende entgegen. Aber ich kann euch trösten. Aufgrund des langen Zeitraums seit den letzten “Must Hears” der Saison wartet der nächste Artikel auch schon wieder in der Pipeline. In diesem Sinne: Come back, if you wanna!

MfG Ern

Konzert: Metronomy + Champions

// 10. 05. 2011 // 3 Kommentare » // Konzertbericht, Musik

Pleiten, Pech und PAM! Das waren Metronomy im Lido. Aber alles der Reihe nach. Als ich eine halbe Stunde vor Beginn des Konzerts zum Lido hingeschlendert bin, war von dem ausverkauften Konzert noch nicht viel zu sehn. Aber wer will’s den Besuchern übelnehmen, dass sie den Rest guten Berliner Wetters mitnehmen. Auf diesem Wege wurde ich wenigstens durch das gelangweilte Lesen eines Flyers noch auf das Konzert von The Soft Moon nächsten Montag aufmerksam, das ich ungern verpasst hätte. Back to topic: Im Warteraum schnappte ich noch ein Gespräch des Frontsängers der deutschen Vortruppe Champions aus Koblenz auf, denen es anscheinend an Rotwein im Backstage-Bereich fehlte. Hört man auch nicht alle Tage. Trotz offensichtlichem Zuspruch zum Alokohol schaffte es die Viererkombo aber sogar überpünktlich auf die Bühne.

Der Sound wusste dann positiv zu überraschen. Als Namedropper würde ich sie wohl als die besseren Kilians abstempeln, aber das wird den Jungs nicht gerecht. Ihre Songstrukturen waren wesentlich ausgebuffter und die Stimme von Sänger Dennis bei weitem nicht so leierhaft wie besagte Referenz. Die ruhigeren keyboard-unterstützten Songs wussten ebenso zu begeistern. Ein schönes Stückchen englischsprachiger Rock aus deutschen Landen eben. Und sympathisch waren sie allemal, auch wenn das Publikum erst zum Näherkommen animiert werden musste.

In der Umbaupause füllte sich dann der Saal endlich und Wurde der Betitelung “ausverkauft” langsam aber sicher gerecht. Beim Soundcheck zeichneten sich dann bereits die ersten technischen Schwierigkeiten bei Josephs Zweitmikro ab. Nichtsdestotrotz ging es dann mit dem Mainact weiter und die 4 (für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Gabriel hat die Band nach dem zweiten Album verlassen und wurde durch Anna am Schlagzeug und Gbenga am Bass ersetzt) marschierten mit modischer LED am Revert ein, die sich dann tatsächlich auch immer wieder während der Songs synchronisiert blinkend zu Wort meldete. Im Vorfeld zum Konzert habe ich mir übrigens meine Gedanken zur Setlist gemacht. Versteht mich nicht falsch: “The English Riviera” ist ein solides Album, aber an die Experimentierfreudigkeit und Energie eines “Nights Out” oder “Pip Paine” wird es meiner Meinung nach nie heranreichen. Deswegen war ich umso erfreuter, dass im Endeffekt mindestens genauso viele Songs von “Nights Out” zum Besten gegeben wurden wie neue Titel. Laut offizieller Setlist waren folgende Titel vertreten: We Broke Free, Love Underlined, Back On The Motorway, Holiday, She Wants, Heart Breaker, The Bay, You Could Easily Have Me, My Heart Rate Rapid, Corinne, A Thing For Me, What Do I Do Now, The Look, On Dancefloors, Some Written, Radio Ladio. Warum die Betonung auf “offiziell”? An 2 Stellen musste das Quartett einen Song überspringen, weil sich entweder das bereits im Vorfeld ausfallgeplagte Mikro endgültig in die ewigen Jagdgründe verabschiedet hatte oder aber weil das Keyboard kurzerhand dem Instrumenten-Streik zum Opfer fiel. Aber so kam immerhin auch “On The Motorway” dazu. Überhaupt bestätigte die Reaktion des Publikums meine bereits kundgetane Meinung zu den Alben. Bei den Klassikern war die Menge immer in Bewegung. Paradoxerweise meldeten sich auf die Frage Joseph’s, wer denn damals schonmal auf einem Konzert gewesen sei, höchstens zehn Leute. Mich ausgenommen – Asche über mein Haupt. An dieser Stelle auch ein Lob an Gbenga und Anna, die ihren Einstieg in die Band anscheinend ohne Probleme hinter sich gebracht zu haben schienen. Und vielleicht noch eine Anekdote is Sachen Technik. Denn die hatte sich ja ganz offensichtlich gegen den Auftritt verschworen. So konnte Joseph nicht einmal sein Mikrofon-Ständer einstellen, weil ein Hulk Hogan bei allem Übereifer für eine mehr als ordnungsgemäße Befestigung desselben gesorgt haben musste. Da half nicht einmal der Griff zur Zange. Und so wurde den starken Männern in Anspielung auf Excalibur kurzerhand die Hand Oscars versprochen, falls man die Apparatur bändigen könnte. Warum sich da wohl keiner gemeldet hat? Spaß beseite. Allen Widrigkeiten zum Trotz wird mir das Konzert vielleicht auch gerade deswegen in Erinnerung bleiben und bei Bedarf ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.

MfG Ern