Alben des Jahres 2011
// 28. 12. 2011 // Keine Kommentare » // Musik, Plattenteller
Alle Jahre wieder werden sie erstellt, in den unterschiedlichsten Kategorien, von selbsternannten “Experten” und Musikliebhabern. Auch ich werde im folgenden meine Lieblingsalben des Jahres 2011 vorstellen. Vorab sei jedoch gesagt, dass es noch nie so schwer war eine Top10 zusammenzustellen, was einerseits von erstaunlicher musikalischer Qualität und Breite zeugt, und andererseits zeigt wie eng die “Spitze” doch beisammen ist. Von daher folgt jetzt eine Top10, in der mit Sicherheit viele gute Alben fehlen werden, aber das ist nunmal die Grausamkeit solcher Listen.
Und nun in zufälliger Reihenfolge meine persönliche Top 10 aus 2011:

August Burns Red
Leveler
Metalcore at it’s best – eine Spur melodiöser und progressiver als die vorangegangenen Alben; Erwartungen erfüllt.

All Shall Perish
This Is Where It Ends
ASP schaffen es mit diesem Album dem monotonen Deathcore-Genre wieder Leben einzuhauchen, danke dafür!

Dead And Divine
Antimacy
Dieses Album der fünf Kanadier macht durch seine Mischung aus Post-Hardcore/Metalcore kombiniert mit einer unvergleichlichen Intensität einfach Spaß.

Onward To Olympas
The War Within Us
Nach This World Is Not My Home aus 2010 kann man den Nachfolger aus diesem Jahr getrost als noch besser bewerten, auf ein Drittes!

Northlane
Discoveries
Von all den zahlreichen Veröffentlichungen des sogenannten Djent-Genres haben Northlane eindeutig das mit Abstand beste Erzeugnis vorgelegt.

Oh, Sleeper
Children Of Fire
Mein persönliches Lieblingsalbum 2011 – ein Meisterwerk, mit dem einfach alles stimmt; kreist seit der Veröffentlichung unaufhörlich durch meine Gehörgänge.

Ever Forthright
Ever Forthright
Als Latecomer (erst im Dezember veröffentlicht) direkt in die Bestenliste – fantastische Kombination von Metal und Jazz mit einer Spiellänge von 77 (!) Minuten.

Betraying The Martyrs
Breathe In Life
Normalerweise verabscheue ich Keyboardklänge in Metalmusik, aber die Franzosen von BTM schaffen es diese Elemente tatsächlich gut klingen zu lassen.

Steven Wilson
Grace For Drowning
Nach langer Überlegung welche Prog-Veröffentlichung aus diesem Jahr in die Top10 einziehen sollte, habe ich mich für das zweite Solo-Album des Porcupine Tree Masterminds und Arbeitstiers Steven Wilson entschieden – einfach gut.

Hundredth
Let Go
Melodic Hardcore vom Feinsten – und deswegen zurecht in dieser Liste.
Gerade weil es dieses Jahr so schwer war 10 Alben herauszupicken, fühle ich mich fast gezwungen wenigstens noch 6 weitere zu erwähnen, die mir viel Spaß bzw. Hörgenuss bereitet haben:

The Wonder Years
Suburbia I’ve Given You All And Now I’m Nothing

Hands
Give Me Rest

Counterparts
The Current Will Carry Us

Machine Head
Unto The Locust

Knorkator
Es Werde Nicht

Defeater
Empty Days & Sleepless Nights
Bonus:

Auf eine weitere Sache muss ich an dieser Stelle einfach noch hinweisen. Und zwar auf eine Band, die definitiv in den Top10 aufgetaucht wäre, hätte sie nicht ein spezielles Konzept bei der Veröffentlichung ihrer Musik an den Tag gelegt. Es handelt sich dabei um Vestascension, die laut eigener Angabe “Progressive Dream Rock” spielen. Und so kitschig es auch klingen mag – die Musik ist tatsächlich traumhaft und einfach verdammt schön. Das Konzept sah ursprünglich vor jeden Monat einen neuen Song zu veröffentlichen, konnte jedoch durch einen Wechsel am Schlagzeug und den dadurch nicht mehr einzuhaltenden Zeitplan nicht bis zum Ende umgesetzt werden. Wie dem auch sei: Die 8 bislang veröffentlichten Songs sind sensationell gut und können zudem kostenlos über die Bandcamp-Seite von Vestascension heruntergeladen werden. Ich kann jedem Musikliebhaber nur dringend empfehlen sich diese Songs anzuhören, man wird es nicht bereuen!
Somit kommt also ein großartiges Musikjahr 2011 zum Ende – bleibt zu hoffen, dass das nächste Jahr mindestens genauso fantastisch wird. In diesem Sinne, bis 2012!
Franz

Endlich wieder Knorkator! 3 Jahre nach ihrem “Abschiedskonzert” konnte ich die Berliner endlich wieder auf der großen Bühne erleben. Veranstaltungsort war erneut die komplett ausverkaufte (und leicht überfüllte) Columbiahalle, in der Knorkator mit 2 Konzerten ihre “Ü77-Tour” abschließen.
Es passiert nicht gerade oft, dass die Autoren von iophobia in ihrem Musikgeschmack übereinstimmen, doch wenn es passiert, dann ist Enter Shikari im Spiel. Und deshalb taten wir uns zusammen, um dem Berlinkonzert der 4 Engländer im ausverkauften Columbia-Club beizuwohnen.
Als ich las, dass Between The Buried And Me am 14. September ihren Weg nach Berlin finden würden, war mir sofort klar, wo ich diesen Abend verbringen würde. Ort der Veranstaltung war der Magnet Club, der laut Website an diesem Abend ausverkauft war. Das Schöne an dieser Location ist die überschaubare Größe. Zwar würde ich BTBAM jederzeit zutrauen sich auch auf einer größeren Bühne zu behaupten, aber die Atmosphäre in solch kleinen Clubs ist dann doch irgendwie familiärer.
Zum ersten Mal seit November 2008 spielten Slipknot in der Hauptstadt – und das dann auch noch pünktlich zur Fête de la Musique. Den sehr kurzfristig anberaumten Auftritt hatten die Berliner dem Umstand zu verdanken, dass das eigentlich für den 21. Juni geplante Sonisphere Festival in Bulgarien abgesagt wurde. Des einen Freud ist des anderen Leid könnte man meinen, und so pilgerten jede Menge enthusiastische Slipknot-Fans am Dienstagabend zu einem emotionalen Konzert in die gut gefüllte Columbiahalle.
6 Jahre nach ihrem letzten Berlin-Konzert kehrten Serj, Daron, Shavo und John gestern endlich wieder in die Hauptstadt zurück. Nach einer fast 5 Jahre andauernden Auszeit hatten sie einfach Lust mal wieder miteinander zu musizieren, so zumindest hieß es in der Ankündigung für die (Comeback-)Tour, die SOAD über Nordamerika bis zu den gängigen Festivals in Europa führte. Der Auftritt in Berlin war dabei einer der wenigen Headlineshows auf dem alten Kontinent. Wurde vor 6 Jahren noch in der Arena Treptow gefeiert, setzte man dieses Mal noch einen drauf und rief die Fans, die aus ganz Deutschland und Europa angereist waren in die Wuhlheide. Etwa 17.000 Menschen passen vor und neben die Bühne, freie Plätze gab es keine.






