Archiv für Allgemein

Gesamtsituation

// 20. 10. 2010 // 1 Kommentar » // Allgemein, Studium

Es ist mal wieder einer dieser Tage, wo irgendwie gar nix klappt. Das heißt, es ging ja nich heut erst los. Aber momentan kommt irgendwie alles Unverzichtbare zusammen. Uni geht los (an sich nix Schlimmes) und was muss ich gleich mal feststellen? Mehr als 3 Module sind wegen dem ganzen obligatorischen Praktika-Gedöns, das (wie könnte es anders sein) alles im Zwischensemester stattfindet, nicht drinne. Somit hab ich an nem Tag höchstens mal 2 Vorlesungen, den Freitag sogar frei. Klingt auch gut, aber da will ich ja arbeiten gehn, bringt mir also nur alle paar Wochen mal was. Und als wäre es nich schon schlimm genug, unter der Woche allein in Potsdam festzusitzen, hat nun auch noch der Fernseher den Geist aufgegeben und stellt nunmehr lediglich ein klobiges Dekoelement dar. Hurra, hurra, so nicht. Wär ich in Berlin, könnte ich abends ja wenigstens noch was unternehmen, in Potsdam fehlt es mir da entweder an Örtlichkeiten oder Begleitung. Womit wir beim nächsten Thema wären. Ich kann es mir nicht erklären. Aber jedes Mal, wenn ein Pärchen der Meinung ist, Nettigkeiten in aller Öffentlichkeit auszutauschen, kochts in mir hoch. Keine Ahnung wieso, aber es geht mir tierisch auf den Zeiger. Womöglich ists das längst öde gewordene Single-Leben, dem ich mal wieder Abhilfe schaffen sollte, aber nicht imstande bin. Naja, alles blöd halt. Wenigstens stehen mir im November rosigere Konzertzeiten bevor. Da kann mir auch das mittlerweile ausverkaufte Madsen-Konzert im Dezember im Astra (mit Nephew als Vorband!!!!) nicht die Vorfreude versauen. Oder doch? Naja, wayne… Nächstes WE gibts nen neuen Fernseher und alles andere wird sich wohl auch irgendwie fügen. Zur Not muss ich mich halt wieder auf ne Club-Wette mit Ron einlassen. Hat ja zumindest beim letzten Mal für kurzzeitiges Amusement gesorgt.

Cheerio, ern

Telefonieren im ÖPNV

// 23. 07. 2010 // 1 Kommentar » // Allgemein, Gesellschaft

Fährt man mit U- und S-Bahn, wahlweise auch mit den verlässlich unpünktlichen Verkehrsmitteln Bus und Straßenbahn, so kann man nicht nur allerlei merkwürdige Gestalten, dumpfe Fressen und stinkende Motzverkäufer beobachten. Da verbeißt sich der kastrierte Kampfhund im Kinderwagen während der Halter mit der tätowierten SS-Rune im Nacken ein Grunzen von sich gibt, das nach „der tut doch nix“ klingt. Plötzlich dringt durch all das Gepöbel, Geschrei und die falschen Töne der unerwünschten Musikanten ein neuer akustischer Reiz. Nanu, was mag das denn sein, fragt sich das Väterchen, das sich selbst im Sitzen an der Haltestange neben seinem Platz festklammert, um a) nicht gänzlich umzufallen und b) somit wenigstens den Anschein eines lebenden Individuums zu wahren.

Da dröhnt auf einmal Lady Gaga in voller Lautstärke und minderer Qualität aus einem kleinen technischen Ding, das die fett aufgedunsene 19-jährige auf dem Nebensitz aus einer für den Fleischklops doch erstaunlich kleinen Handtasche hervorkramt. Presst sich die Fettwachtel dann das Ding, das natürlich eines dieser elendig quäkenden Mobiltelefone ist, gegen den Schädel, kann man eins der folgenden Szenarios bestaunen.

Nr. 1: Die fette Wuchtbrumme verfällt urplötzlich in eine liebliche Säuselstimme, dass es einem vorkommt, als hätte sie drei Honigeimer zum Frühstück weggelutscht. Ist ja auch gar nicht mal so unrealistisch, möchte man meinen. Am anderen Ende der Leitung muss dann entweder die frisch getrennte Freundin oder die sterbende Oma die Heuchelei ertragen. Da fragt man sich, wer auf so eine Scharade eigentlich hereinfallen soll.

Nr. 2: Die Alte blökt und quakt ins Telefon, dass Väterchen nebenan das Gebiss aus der halboffenen Schnute rutscht. Lautstärke und Tonfall entwickeln sich in einer schier endlosen Spirale zu einem regelrechten Orkan an Geblubber. Zwar bringt das ekelerregende Geschöpf, das da ins Handy hineinschwadroniert größtenteils nur unverständliche Tierlaute zu Gehör, hat allerdings dennoch einen bemerkenswerten Wortschatz an Beschimpfungen parat, den sie dann aber auch einmal komplett ausschöpft. Vermutlich ist das Opfer der Hasstiraden der Freund des Monstrums, den sie nur deshalb hat, weil dessen verbliebene Gehirnzellen nur noch Fressen und Ficken signalisieren können. Alles andere ist egal, Hauptsache Fleisch: zum Rammeln und zum Kauen. Na Prost Mahlzeit, kann ich da nur sagen.

Brunchen

// 15. 07. 2010 // Keine Kommentare » // Allgemein, Gesellschaft, Unterhaltung

Wenn der Milchmann zweimal klingelt, ist die Familie wohl mit dem CO2-spuckenden Umweltzerstörer zum Brunch gefahren. Bei dieser Art der Speisenvernichtung trifft man sich zwischen Frühstück und Mittagessen, um demzufolge auch gleich beides auf einmal in sich reinzuschaufeln. So wird dann also gespachtelt bis die Schwarte kracht und der fettgefressene Handelskaufmann beim anschließenden in die Schüssel koten so richtig ins Schwitzen kommt. Ja, mein Gott das ist ja so lecker, da nimmt man den Schweinebraten doch gleich mal mit in die Fäkalienstube, das ist dann auch gleich viel wirtschaftlicher, schließlich entsorgt man die Scheiße gleich da, wo man sie zu sich nimmt, viel Verdauung ist da überhaupt nicht mehr erforderlich. Da hoppelt der gegrillte Hase einmal quer durch alle Därme und steckt am anderen Ende die Löffel gleich wieder raus.

Kommt der dicke Gammelfleischvernichter vom Scheißhaus, wird sofort das Buffet angesteuert, damit auch ja nichts für die anderen bleibt. Bei diesen Gelagen ist allerdings noch ein anderer Typus anwesend. Ein Geschöpf nahezu menschlicher Gestalt, das das genaue Gegenteil zum fettverseuchten Pickelgesicht zu sein scheint.

Hat man sie erstmal entdeckt, tut sich dem Betrachter ein vom biologischen Standpunkt aus betrachtet durchaus interessanter Anblick auf. Die Gestalt ist nach eingehendem Studium als weiblich zu beschreiben. Sie ist deswegen zuerst nicht wahrnehmbar, weil sie einen Serviettenring als Hüftreif verwenden könnte. Dreht sie sich im Gegenlicht zur Seite ist sie praktisch unsichtbar. Diese Papierseiten stehen nun zumeist Sektschnüffelnd in der Gegend rum, kommt eine der Dampfwalzen auf dem Weg zum Pott vorbeigeschreddert, muss man Angst haben, dass der Luftzug das schmale Wesen ins befreundete osteuropäische Ausland weht. Doch die Flugshow endet unbemerkt bereits an der Fensterscheibe, gelüftet wird schließlich nicht in den Fresstempeln des esskulturellen Hochadels, damit der Gestank von Chicken, Falafel und gebratenen Wachteleiern auch richtig schön in die Klamotten ziehen kann.

Was bleibt also nach einem im wahrsten Sinne des Wortes vergammelten Vormittag? Dicke Männer, dünne Frauen, Rumgemüffel und Rumgekotze. Da kann man sich ja gleich den ganzen Tag ein Plumpsklo mieten. Da läuft einem der Hase dann auch nicht weg, wenn er unten wieder rausgequollen ist.

Charleston am Arbeitsplatz

// 13. 07. 2010 // 1 Kommentar » // Allgemein, Arbeit, Gesellschaft

Das Positive mal zum Anfang: Es ist angenehm kühl, man bekommt Geld fürs Nichtstun, es gibt die Möglichkeit seinen Laptop anzuschließen und hin und wieder bekommt man die Chance, seine Englischkenntnisse einzusetzen. Die Tätigkeit: Buchverkauf in einer 4-wöchigen Ausstellung im Kulturforum am Potsdamer Platz. So weit, so gut, doch was hat das alles mit der Überschrift zu tun? Werfen wir doch mal einen Blick auf die Nachteile dieses Jobs: der Buchverkauf findet praktisch nicht statt, stets wird man von Touristen, die sich in die Ausstellung verirrt haben nach dem Weg zur Toilette oder sonstigen Merkwürdigkeiten gefragt und man muss sich weiterhin um heruntergefallene Plakate kümmern, die vom eigtl. zuständigen Ausstellungsteam (das aus Offenbach stammt und somit natürlich nicht während der Ausstellungszeit gegenwärtig ist…) unzureichend an Pappaufstellern befestigt wurden. Doch das all das ist nichts gegen das eigentlich Grauen.

Man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass sich die fragliche Ausstellung im Foyer des Kulturforums befindet. Dieses Foyer hat zwei Etagen; in der oberen befinden sich Kasse, Information und ein Buchshop, die untere ist zurzeit eben mit Plakaten zugepflastert. Das Ganze ist zudem recht offen gestaltet, sodass man von unten einen guten Blick auf die Kasse usw. hat, ohne dass eine etwaige Zwischendecke die Sicht versperren würde.

Und nun zum Knackpunkt: Ebenfalls in der oberen Etage ist eine Videoecke eingerichtet, wo sich eine Dokumentation über die Weimarer Republik wiederholt. Alle 15 Minuten fängt das fragliche Video von vorne an, ohne das es eine nennenswerte Pause geben würde. Von der Position des Buchverkaufs unten kann man zwar das Bildmaterial nicht sehen, dafür hört man alles Akustische, sprich Off-Kommentar, Originaltöne und Musik entsprechend gut. In Kombination mit allem zuvor Geschilderten ergibt sich ein Szenario, das einen spätestens am zweiten Tag in den Wahnsinn treibt. Mittlerweile kann ich den Text auswendig mitsprechen bzw. die Melodien (z.B. in einer Passage über Charleston) mitsummen.

Sachen gibts, die gibts gar nicht, denkt sich der geneigte Kulturfreund, wenn ein durchaus stiller Ort (wie ein Museum) urplötzlich zur auditiven Folterkammer wird.

Aller guten Dinge…

// 16. 06. 2010 // 1 Kommentar » // Allgemein

…sind bekanntlich 3.

So gesehn war noch Platz bei iophobia und deswegen werde ich mich bemühen diesen Blog und die beiden Alteingesessenen so gut es geht zu ergänzen.

Mehr zu mir findet ihr unter “Die Autoren” , mehr von mir hoffentlich und höchstwahrscheinlich bald.

In diesem Sinne, danke ans Team und die treuen Leser…oder an alle Leser! Gruß, Ron.

Kreativ-Allianz

// 13. 05. 2010 // Keine Kommentare » // Allgemein

Nach meiner studienbedingten Blog-Abstinenz hier nun mal wieder ein kurzes Lebenszeichen in Form einer Info in eigener Sache. Nachdem ich das Projekt als One-Man-Show auf die Beine gestellt habe, hat sich nun der Franz entschlossen, seine Schreibwut von nunan hier auszuleben. Da er damit auch seinen bisherigen Blog, “Gegen das pseudointellektuelle Fachidiotentum“, zu Grabe trägt, bitte ich an dieser Stelle um eine kurze Schweigeminute.

In diesem Sinne: Auf gute Zusammenarbeit!

MfG Ern