Archiv für Netzwelt

The real auto-tune

// 17. 09. 2010 // Keine Kommentare » // Musik, Netzwelt

Musiker haben seit jeher ein- und dasselbe Problem. Wenn es an Inspiration fehlt, ist es um die musikalische Zukunft nicht so gut bestellt. Solche Schaffenspausen können dann schwer aufs Gemüt schlagen. Dass gerade die All-inclusive-Suchmaschine Wolfram dabei aushelfen soll, scheint nicht gerade naheliegend. Und dennoch ist es so. Denn mit WolframTones hat man sich auf die wissenschaftlichen Grundprinzipien der Musik berufen und bietet Musik aus der Retorte. Die so geschaffenen, etwa 30sekündigen Tracks können bei Bedarf auch heruntergeladen werden und  von da an z.B. als extravaganter Klingelton o.ä. eingesetzt werden. Lustig wird es aber erst, wenn man selber Hand anlegt, um Einfluss auf die beteiligten Instrumente, die Beats pro Minute, die verwendete Skala (Blues, Spanisch Phrygisch etc) und vieles weiteres zu nehmen. Jede Änderung macht sich dann sofort im Klangbild bemerkbar. Diese werde übrigens auch visuell in ansehnlichen Mini-Grafiken dargestellt. Zu dem im Text eingebauten Bild gehört übrigens diese Komposition. Wer also demnächst ein wenig Beschäftigung sucht, ist bei WolframTones genau an der richtigen Adresse.

Have fun, mfG Ern

StudiVZ in Nöten (mal wieder)

// 16. 04. 2010 // Keine Kommentare » // Netzwelt

Und wieder einmal hat StudiVZ für mich unter Beweis gestellt, dass es nur eine minderwertige Kopie des Branchenprimus Facebook ist. Nachdem ich bereits vor einiger Zeit über die Verbindungsfehler von/zu StudiVZ berichtet habe, war ja anschließend erst einmal Ruhe eingekehrt. Doch was erwartete mich vor einigen Tagen nun wieder ganz unerwartet? Richtig, ein Warnhinweis (siehe Bild). Zugegeben, gegenüber dem schlichten “Oooops!” der Vergangenheit kann diese Hinweisseite mit reichlich Information dienen, aber was man dort lesen kann, lässt mich nur den Kopf schütteln. Los geht es schon mit der Überschrift “Kurzurlaub – dein Profil ist bald zurück”, klingt ja regelrecht entspannend. Anschließend natürlich die obligatorische Stellungnahme zu den Ursachen dieses Seitenaufrufs. Demzufolge ist StudiVZ wie ein Ritter in schimmernder Rüstung nur darauf bedacht, den Alltag seiner Mitglieder sicherer zu gestalten, weswegen man sicher entschieden hat, ein Zugriffslimit einzuführen. Mal ehrlich, kennt das irgendjemand von einer anderen Seite? Stattdessen könnten sie hier und da ein CAPTCHA mehr einführen oder meinetwegen alles über https laufen lassen, dagegen hätte ich nichts. Diese Lösung scheint mir nun reine Schikane zu sein, was besonders durch den nachfolgenden Absatz nicht gerade entkräftet wird. Ich zitiere: “Unser Limit ist so großzügig kalkuliert, dass Du es im Normalfall auch durch viel Aktivität nicht erreichen wirst.”. Hmm, demzufolge ist mir das Unglaubliche gelungen und mir steht ein Preis zu, toll.

Nun aber endlich zu den Ursachen, denn hier wird Studi endlich mal konkreter. Man schiebt es im Wesentlichen auf den Datenklau zum Einen und das Benutzen von Erweiterungen/Skripten zum Anderen. Ersteres kann ich ausschließen, da bisher keine peinlichen Gruppen in meinem Portfolio aufgetaucht sind, denen ich nich selber beigetreten bin. Also muss ich mich wohl für zweiteres schuldig bekennen. Denn ich bin seit längerem Anhänger des BlueVZ, der SVZ Sidebar und der VZTools. Dabei handelt es sich um hilfreiche Erweiterungen, die mir einerseits das hässliche rote Interface von StudiVZ ersparen, eine Sidebar mit momentan bei Studi angemeldeten Leuten anzeigen o.ä. Mit anderen Worten: Unverzichtbar. Es wäre übrigens sicherlich ein Leichtes für StudiVZ, alle diese Skripte innerhalb eines Tages selber zu implementieren, aber wer nicht will.

Schauen wir uns noch schnell die angebotenen Lösungsvorschläge für diese Problematik an, die teilweise recht geistreich gehalten sind. So sollte man nicht dauerhaft eingeloggt bleiben. Gut, das ist unter Umständen nachvollziehbar. Erste fragwürdige Möglichkeit ist das Starten des Firefox im Safe-Mode. Erstens: Warum denn Firefox? Gibt es nicht auch andere Browser. Ich benutze ihn zwar auch, aber bin bisher nur noch wegen des etablierten Erweiterungen-Systems dabei geblieben. Womit wir auch schon beim nächsten Lösungsansatz wären, der Aktualisierung des Browsers. Und? Was soll die an oben erwähntem Zugriffslimit ändern? Aber nicht umsonst ist anschließend der Hinweis verlinkt, StudiVZ funktioniere am besten mit Firefox und ob man ihn denn nciht gleich herunterladen wollte. Dieser Hype geht mir langsam echt auf den Sack! Opera und Chrome verdienen es an dieser Stelle auch einmal, genannt zu werden, sind sie dem Feuerfuchs doch in Webstandardtreue und Geschwindigkeit um Lichtjahre voraus. Als letztes wird noch die Deaktivierung der Benutzerskripte von Greasemonkey und Co empfohlen, die für mich aus oben genannten Gründen nicht infrage kommt.

Zu guter letzt fühle ich mich noch von dem “Bis gleich, Dein VZ-Team” verhöhnt, wartete ich doch vor einigen Tagen bis zum nächsten Tag auf einen erfolgreichen Login-Versuch.

Sollte das so weiter gehen, errichte ich meine Basis bei Facebook oder wandere gleich aus dem Social Networking aus, nun, da jeden Tag neue Datenschutz-Diskussionen aufflammen. Aber den besten Datenschutz hat man vermutlich nur teif unter der Erde in einer dunklen Höhle.

So long

MfG Ern

StudiVZ in Nöten

// 01. 03. 2010 // 1 Kommentar » // Netzwelt

Nachdem ich in den letzten Tagen bereits mehrfach deswegen das Internet durchforstet habe, muss ich meinen Druck hier einfach mal ablassen. Was haben denn die Hanseln bei StudiVZ schon wieder mit ihrer Seite? In unregelmäßigen Abständen, aber dennoch inzwischen mindestens einmal pro Tag, erwartet mich, wenn ich irgendeinen Link bei Studi klicke, folgende, hübsche und vor allen Dingen aussagekräftige Fehlerseite (Bemerkung am Rande: Man hätte ja wenigstens den Seitentitel eindeutschen können):

Tja, aber das ist ja noch nicht das Ende der Fahnenstange. Im ersten Moment bin ich von einer Serverüberlastung ausgegangen, wäre zwar ungewöhnlich/unwahrscheinlich für so eine große Seite, aber man ist ja naiv. Dann hätte besagte Fehlermeldung nach einem “Neu laden” der Seite verschwunden sein müssen. Aber nichts da, immer noch das gleiche. Nächste Vermutung: Cookies. Wie sicherlich jedem geläufig ist, werden persönliche, seitenbezogene Informationen wie z.B. Passwörter in kleinen lokalen Dateien, den sogenannten Cookies abgelegt. Wollte ich also schlau sein und sie einfach mal löschen um zu gucken, was passiert. Siehe da, es bringt mich immerhin zur Startseite zurück. Nach erneutem Login-Versuch erwartet mich aber der gefürchtete “Whitescreen of Death”. Viele Möglichkeiten hat man dann nicht mehr. Liegt’s eventuell am Browser? Negativ, ich benutze Firefox und habe das gleiche Szenario auch unter Opera und Chrome. Das schließt auch meine unter Firefox eingesetzten UserScripts für StudiVZ (Sidebar, VZ Tools etc) als potentielle Übeltäter aus. Auch die letzte Verzweiflungstat, mal eben den Router zurückzusetzen, um zu ner neuen IP zu kommen, blieb wirkungslos. Andern Orts führte das zu dem Schluss, dass es also um account-spezifische Probleme geht, da ja nicht jeder gleichermaßen davon betroffen ist und auch andere Fehlerquellen durch oben angeführte Diagnostik widerlegt worden.

Sollten mir keine weiteren Lösungen einfallen, muss ich wohl resignieren. Vielleicht wechsel ich endgültig zu Facebook, Studi hat ja eh nur geklaut. Ansonsten bleibt mir nur noch eine abschließende Bewertung: Oooops!

MfG Ern

Trimm den Fuchs!

// 24. 02. 2010 // Keine Kommentare » // Netzwelt

Es gibt viele Wege, das Internet zu erkunden, aber nicht auf allen bereitet das Spaß. Man denke an die Zeiten mit Internet Explorer zurück oder an all die Browser, die bis heute kein ordentlichen Werbeblocker anbieten. Ehrlich gesagt ist das wirklich der einzige Grund, der mich tatsächlich von einer Abkehr vom Feuerfuchs abhält. Denn Opera und Chrome haben, was die Geschwindigkeit betrifft, nicht geschlafen und die verwendeten Rendering Engines Presto bzw. WebKit schneiden bei Benchmarks um einiges besser ab als die eingestaubte Gecko-Engine. Soviel zum technischen Hintergrund.

Hat man seine Prioritäten aber erstmal gesetzt und sich also trotzdem für Firefox entschieden, hat man das nächste Problem: Während all der Zeit, die man im Internet verbringt (und das kann je nach Person sehr viel sein *räusper*) ist man der schnöden Benutzeroberfläche von Firefox ausgesetzt. Nicht nur, dass sie einfach viel zu farblos ist, dagegen können die hauseigene Erweiterung Personas oder zahlreiche Themes im offiziellen Erweiterungsverzeichnis helfen. Nein, die Menüs und Leisten sind einfach viel zu überladen und nehmen beim Surfen auf dem Bildschirm viel zu viel Platz ein. Möchte man also optisch Platz sparen und gleichwohl etwas für das Auge tun, bietet sich das Theme Strata an, der welches von SpewBoy kreiert wurde und im Wesentlichen eine Vorschau auf die kommenden optischen Veränderungen in Firefox 3.7 und 4.0 bietet. Im Folgenden eine kleine Anleitung zur reibungslosen Verwendung:

  1. Bei DeviantArt könnt ihr die aktuelle Version des Themes herunterladen
  2. Zum bequemen Umschalten zwischen den mitgelieferten Varianten sollte man außerdem auch noch die neuste Variante des StrataBuddy installieren (Wichtig: Die Beta installieren, diese findet ihr weiter unten auf der Seite unter “Beta Kanal”)
  3. Um besagte Platzsparungen vorzunehmen, sollte man auch noch Hide Menubar installieren. Dies blendet die Menüleiste dauerhaft aus bzw. blendet sie wie für die Fenster unter Vista/Win7 bekannt mit “Alt” ein.
  4. Wer noch weiter ins Detail abtauchen möchte, kann außerdem noch abschließend Fission und Tab Progress Bar installieren, welche dem Firefox eine zusätzliche Fortschrittsanzeige innerhalb der Adressleiste bzw. in den Tabs spendiert. Um es darüber hinaus so aussehen lassen möchte wie auf obigem Screenshot, dem seien die App Tabs und die Locationbar2 ans Herz gelegt.

Hat man alle Anweisungen befolgt, erstrahlt der Fuchs von nunan in neuem Gewand.

Viel Spaß beim Nachbauen

MfG Ern