Konzert: Madsen + Erik Penny
// 16. 01. 2011 // Keine Kommentare » // Konzertbericht, Musik
Aller guten Dinge sind drei! Das bewahrheitete sich nun endlich auch für Madsen, die uns Berliner bereits zweimal krankheitsbedingt auf Ersatztermine vertrösten mussten. Doch heute hieß es endlich: The curse is broken! Kleiner bis mittelgroßer Wermutstropfen für mich: Aufgrund des neuen Termins musste natürlich auch eine neue Vorband her. Was hab ich innerlich abgefeiert, als ich gesehen habe, dass Madsen sich für den Dezembertermin Nephew ins Haus geholt hatten. Die Rocker aus Dänemark wollte ich seit Ewigkeiten mal live sehen. Nunja, sollte wohl wieder nicht sein. So wurde nun kurzerhand Erik Penny verpflichtet, der bereits einige Termine der 2010er Tour eröffnet hatte.
Er spielte mit seinen Mannen schon, als ich im Astra eintraf. Ich geb ja zu, dass seine Musik durchaus was für sich hatte, aber zum Aufwärmen für Madsen wars jetz meines Erachtens nich wirklich geeignet. Sehr schön hat mir aber seine Anekdote zum Kennenlernen mit Sebastian gefallen, der sich wohl vor einiger Zeit beiläufig als Drummer für sein Album angeboten hat, nachdem er aus Los Angeles nach Berlin übersiedelte. Aber irgendwie wartete ja doch alles auf Madsen.
Das zeigte sich auch daran, dass die Halle sich erst kurz vor Ende der halbstündigen Umbaupause komplett füllte. Da ich nicht gut im Setlist merken bin, werd ich einfach mal versuchen mich an das Wesentliche zu erinnern. Alles in allem wurde natürlich viel vom neuen Album gespielt, aber das legt der Tourtitel “Labyrinth Tour 2010″ ja auch nahe. Aber zwischendrin fanden sich natürlich auch immer wieder ein paar Stücke aus guten alten oder noch älteren Zeiten wie z.B. “Panik”, “Goodbye Logik”, “Ein Sturm”, “Du Schreibst Geschichte”, “Ja Oder Nein”, “Nachtbaden” und natürlich “Die Perfektion”. Letztere übrigens auch wie alle anderen Titel perfekt performt (sowohl von Madsen als auch dem textsichersten und lautesten Non-Festival-Publikum, dass mir bis dato über den Weg gelaufen ist).
Es gab natürlich wie auf jedem Konzert Highlights. Einerseits wurden Songs auch mal um kleine Samples erweitert. Mit dabei Hot Chocolate, ein Metal-Part inklusive Growl (Respekt an Sebastian) gegen Ende oder auch vom King of Rock ein Ausschnitt aus “In The Ghetto”. Aber auch komplette Cover wurden zum Besten gegeben. Mit “Heard It Through The Grapevine” gab’s ne kleine Soul-Nummer zwischen drinne, aber den eigentlichen Hit verdanken wir dem Astra selber. Weil’s nämlich mal wieder warm wie in der Sauna war, versprach Madsen kurzerhand, dass sie “Back For Good” performen, falls es noch unerträglicher wird. Und es wurde wärmer! Am Ende waren wir an dem magischen Punkt der 10 auf Johannes’ Schweißskala angelangt und der Spaß nahm seinen Lauf. Gesungen hat in dem Fall nicht Sebastian, sondern Alexander Eß, seinerseits in der Band “Tent” und zusammen mit Sebastian in der “Band of The Week”. Er hat seine Sache übrigens gut gemeistert. Achja, und nicht zu vergessen die Sitz/Hockeinlage während des Konzerts. Soll wohl nich das erste Mal gewesen sein, aber ich mags so interaktiv, auch wenn meine Knie das sicher anders sehen. Was mir bis zum heutigen Tag auch noch gar nich so bewusst war, ist die Tatsache, dass nicht nur Sebastian in der Band singt, sondern auch Johannes und Lisa, die als Keyboarderin mit am Start ist. Johannes glänzte mit “Kein Mann für eine Nacht”, während das Publikum bei Lisas Part in “Obenunten” frenetisch Beifall klatschte. Und ich möchte sagen verdient, sie hat’s echt drauf (wie man bei ihrem Soloprojekt “Lisa Who” natürlich hören kann). Wie man es nach zweimaligem Versetzen mindestens erwartet, wurde natürlich angemessen lange gespielt. Nach kurzem, recht frühen Abgang der Band zwischendrin, mischte sich unter die Zugabe-Rufe zwar auch vereinzelt Buh-Rufe, aber nichtsdestotrotz haben sie uns insgesamt fast 2,5 Stunden unterhalten. Das ist für ein Konzert ganz ordentlich. Dementsprechend gut gelaunt ging’s dann nach Hause in dem Wissen, zum nächsten Konzert gerade mal 2 schlappe Monate warten zu müssen.
MfG Ern









